Bovehaus

Geschichte

Im Jahre 1861 ließ der Kaufmann Christian Bove (der II., 1812-1884) in Hamburg-Wandsbek nach Plänen des Architekten Georg Luis für seine Familie ein repräsentatives Wohnhaus errichten – das Bovehaus. Christian Bove war zuvor aus Argentinien zurück gekehrt, wo er große Rinderherden hielt und einen florierenden Handel mit Tierprodukten betrieb.

Das Eckgrundstück Neumann-Reichardt-/Bovestraße war über drei Generationen im Besitz der Familie Bove. Christian Bove (1742-1828), aus Langwedel bei Kiel stammend, erwarb das etwa 8000 qm große Grundstück von dem Hamburger Oberalten Moritz Hartung im Jahre 1794.

Christian Bove (der III. 1852-1895), in La Plata geboren, übernahm nach dem Tode seines Vaters und der Rückkehr aus Argentinien das väterliche Erbe. Er starb bei einem Unfall auf seiner Jagd in Hammoor und hinterließ Frau und sieben Kinder. Nach dem Tode von Christian Bove geriet die Firma bald in Schwierigkeiten und der Wandsbeker Besitz mußte verkauft werden.

Zu Beginn des 20. Jhdt. ging das Gebäude in den städtischen Besitz über, wurde zunächst als Dienstwohnung für den Wandsbeker Oberbürgermeister Erich Wasa Rodig (Amtszeit 1913-1931) genutzt, später dann auch noch einmal zeitweise für seinen Nachfolger Bürgermeister Friedrich Ziegler (Amtszeit 1931-1938). In der NS-Zeit wurde das Gebäude als HJ-Heim genutzt, nach 1950 wurde hier ein Kindergarten eingerichtet.

Die Pläne, das Gebäude mit seiner Nutzung dem benachbarten Charlotte-Paulsen-Gymnasium anzugliedern, konnten nicht realisiert werden. Nach dem das Bovehaus lange Zeit ungenutzt leer stand, bot die Stadt Hamburg das Grundstück mit dem Gebäude schließlich zum Verkauf an.

Das heute denkmalgeschützte Gebäude in der Bovestraße Nr. 4 (bis 1950 Rennbahnstraße) ist jetzt wieder in privatem Besitz und wurde 1999 von dem Architekten Bernd Lietzke grundlegend modernisiert und zu Büroflächen umgebaut.

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